Utrechter Dom, Gotische Kathedrale in Utrecht, Niederlande
Die St.-Martinskathedrale ist eine gotische Domkirche in Utrecht, die aus einer hohen Steinhalle mit breiten Gewölben und schlanken Pfeilern besteht. Der freistehende Turm ragt über 112 Meter in die Höhe und bildet zusammen mit dem Kirchenbau ein zweigeteiltes Ensemble am Domplatz.
Der Bau begann 1254, nachdem ein Brand die ältere romanische Kirche zerstört hatte, und endete erst 1517, über zweieinhalb Jahrhunderte später. Ein Sturm riss 1674 das Mittelschiff ab und trennte seitdem den Turm vom übrigen Gebäude.
Der Kirchenname verweist auf den heiligen Martin von Tours, Schutzpatron der französischen Könige und Reisenden, dem hier bereits im 7. Jahrhundert eine Kapelle geweiht war. In den Seitenschiffen besuchen heute noch Einwohner und Touristen Gottesdienste oder nehmen an Orgelkonzerten teil.
Das Innere ist durch einen Eingang an der Südseite zugänglich, während der Turm einen separaten Zugang am Platz besitzt. Die Kirche lässt sich gut zu Fuß erreichen, da sie zentral in der Altstadt liegt und von allen Seiten sichtbar ist.
In der Krypta und unter den Bodenplatten des Chorraums liegen mehrere Grabmäler mittelalterlicher Adeliger und Bischöfe begraben. Das Herz und die inneren Organe von Kaiser Konrad II. wurden hier im 11. Jahrhundert beigesetzt, während sein Leichnam nach Speyer gebracht wurde.
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