Traiectum, Römisches Militärkastell in Utrecht, Niederlande.
Traiectum war ein römisches Militärlager in der heutigen Stadt Utrecht mit einer Größe von etwa 125 mal 150 Metern und war mit Kasernen, einem Kommandogebäude und Verteidigungsmauern ausgestattet. Die Anlage bot Platz für rund 500 Soldaten und bildete einen wichtigen Stützpunkt an der Grenzlinie des Imperiums.
Der Bau von Traiectum begann im Jahr 47 n. Chr. unter Kaiser Claudius als Teil der Limes Germanicus Inferior, wobei der Rhein zur Grenzlinie des Römischen Reiches erklärt wurde. Dieses Lager spielte eine Schlüsselrolle beim Schutz dieser kritischen Grenze für mehrere Jahrhunderte.
Der Name Traiectum stammt aus dem Lateinischen und bezieht sich auf eine Flussüberquerung, was die Entwicklung des mittelalterlichen Utrecht prägte und bis heute in niederländischen Ortsnamen mit der Endung 'trecht' sichtbar ist.
Die archäologischen Überreste des Lagers liegen unter dem Domplein-Platz in Utrecht, wo Besucher die römischen Fundamentierungen durch die DOMunder-Ausstellung erkunden können. Die Stätte ist leicht zu erreichen und bietet sich als Ergänzung zu einem Spaziergang durch die historische Altstadt an.
Bei Ausgrabungen innerhalb des Forts wurde eine Sammlung von etwa 50 römischen Goldmünzen entdeckt, die ein Zenturio während des Aufstands der Bataver im Jahr 69 n. Chr. vergraben hatte. Dieser Fund gibt einen seltenen Einblick in die dramatischen Ereignisse, die damals die Grenzregion erschütterten.
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