Oost-Indisch Huis, Hauptsitz der Ostindien-Kompanie in Amsterdam, Niederlande.
Das Oost-Indisch Huis ist das ehemalige Verwaltungszentrum der Niederländischen Ostindien-Kompanie an der Kloveniersburgwal 48. Die Fassade zeigt rote und weiße Flächen mit Renaissance-Elementen, während das Innere mehrere Geschosse mit Büros und Versammlungsräumen umfasst.
Das Gebäude wurde 1606 errichtet und diente bis zur Auflösung der Kompanie 1798 als Zentrum des Handelsimperiums. Diese beiden Daten markieren den Anfang und das Ende einer Ära, in der die Niederländer eine globale Handelsmacht waren.
Der große Versammlungssaal im Inneren zeigt, wie die führenden Kaufleute zusammenkamen, um über Handelsrouten und Expeditionen zu entscheiden. Die Räume vermitteln einen Eindruck davon, wie diese Entscheidungen den Alltag von Seeleuten und Händlern weltweit beeinflussten.
Der Ort liegt zentral an der Kloveniersburgwal im alten Stadtzentrum und ist leicht zu Fuß zu erreichen. Heute wird das Gebäude von der Universität Amsterdam genutzt, daher sind Besichtigungen je nach Universitätsveranstaltungen begrenzt.
Das Gebäude war nicht nur ein Büro, sondern fungierte auch als Börse, wo Anteile der Kompanie gehandelt wurden. Dies machte es zum Zentrum einer Finanzrevolution, die den modernen Kapitalismus vorwegnahm.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.