Kloster Nonneseter, Benediktinerkloster in Oslo, Norwegen.
Nonneseter Abbey war ein Benediktiner-Frauenkloster im mittelalterlichen Oslo mit Steingebäuden und einer Kirche. Die Anlage befand sich an der Kreuzung der heutigen Schweigaards gate und Grønlandsleiret, wobei Fundamentreste unter modernen Gebäuden erhalten blieben.
Das Kloster entstand vor 1150 und wurde 1161 erstmals urkundlich erwähnt, bevor es während der Reformation aufgelöst wurde. Die Konfiszierung der Klostergüter durch den Staat erfolgte 1547 und markierte das endgültige Ende seiner religiösen Funktion.
Der Name Nonneseter stammt vom Norwegischen "nonne" (Nonne) und "seter" (Sennhütte), was auf die Funktion als Frauenkloster hindeutet. Besucher können heute noch an diesem Ort die historische Verbindung zur religiösen Frauengemeinschaft nachvollziehen, die hier über Jahrhunderte lebte und arbeitete.
Die archäologischen Überreste des Klosters befinden sich unter den modernen Gebäuden an der Schweigaards gate 55 und Grønlandsleiret 73. Besucher sollten beachten, dass von der ursprünglichen Struktur heute nur unterirdische Spuren sichtbar sind und das Gelände von zeitgenössischen Bauten geprägt wird.
Das Kloster besaß über 272 Bauernhöfe in Ostmittel-Norwegen, darunter das große Gut Aker, das 1182 vom Osloer Bischof Helge gestiftet wurde. Dieser umfangreiche Landbesitz machte es zu einer der wohlhabendsten Institutionen seiner Zeit in der Region.
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