Hegra Fortress, Bergfestung in Stjørdal Municipality, Norwegen.
Hegra ist eine Gebirgsfortifikation in der Gemeinde Stjørdal, die in den Berg Ingstadkleiva hineingebaut wurde und etwa 300 Meter unterirdische Tunnel mit parallelen Gängen und einem zentralen Quertunnel enthält. Die Militäranlage umfasst verschiedene Kasernen, Magazinräume und Verwaltungsgebäude, die auf dem Plateau rund um die Bergfestung verteilt sind.
Die Anlage wurde zwischen 1908 und 1910 nach Norwegens Trennung von Schweden errichtet und sollte die Grenze schützen. Ab 1926 wurde das Gelände nicht mehr als aktive Militärfortifikation betrieben, wobei seine Rolle später durch die Ereignisse des Krieges wieder verändert wurde.
Der Ort war zwischen 1934 und 1939 ein Sommerlager des Norwegischen Roten Kreuzes für Kinder, bevor er zur militärischen Nutzung zurückkehrte. Diese Zeit prägt noch heute das Verständnis der Anlage als Ort, der nicht nur der Verteidigung diente.
Besucher können die unterirdischen Tunnel betreten und Ausstellungen zur Militärgeschichte und zu den Kriegsereignissen besichtigen, die in einem dazugehörigen Museum gezeigt werden. Auf dem Gelände gibt es ein Café, wo Gäste sich ausruhen und essen können, während sie mehr über das Fortifikationssystem erfahren.
Während der deutschen Invasion 1940 hielten etwa 250 Verteidiger die Festung drei Wochen lang gegen deutsche Angriffe, wodurch erhebliche Verluste bei den Angreifern entstanden. Dieses ungewöhnliche Ereignis machte die kleine Festung zu einem wichtigen Symbole des norwegischen Widerstands gegen die Besatzung.
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