Felsritzungen Leirfall, Bronzezeitliche Felsenritzungen in Hegra, Norwegen
Leirfall ist ein archäologischer Fundort mit etwa 900 Felsritzungen, die auf mehreren erhöhten Feldern in einer Höhe von etwa 40 Metern über dem Meeresspiegel verteilt sind. Die Schnitzereien stammen aus der Bronzezeit und zeigen Menschen, Tiere, Schiffe und zahlreiche Fußspuren in verschiedenen Größen.
Das Gelände wurde zwischen 1905 und 1910 erstmals entdeckt und dokumentiert. Der größte Teil der Schnitzereien kam 1951 zum Vorschein und wurde daraufhin bis 1959 wissenschaftlich untersucht.
Die Schnitzereien an Leirfall zeigen eine vielfältige Sammlung von Motiven, die den Alltag und die Gedankenwelt der Bronze-Zeit-Menschen widerspiegeln. Neben menschlichen Figuren sieht man Darstellungen von Tieren, Schiffen und besonders auffallend viele Fußspuren, die einen Einblick in die rituellen oder praktischen Bedeutungen dieser Orte geben.
Der Ort wird seit 1972 vom norwegischen Staat verwaltet und bietet Besuchern Informationstafeln und ausgewiesene Parkplätze. Es ist ratsam, festes Schuhwerk zu tragen und sich Zeit zu nehmen, um die verschiedenen Felder und ihre Details zu erkunden.
Etwa ein Fünftel aller geschnitzten Figuren an diesem Ort sind Fußspuren, was es zu einer der größten Sammlungen prähistorischer Felskunst in den nordischen Ländern macht. Diese ungewöhnlich hohe Konzentration von Fußdarstellungen unterscheidet Leirfall deutlich von anderen vergleichbaren Fundstätten in der Region.
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