Rjukanfossen, Wasserfall in Tinn Municipality, Norwegen.
Rjukanfossen stürzt sich in mehreren Abschnitten in die Maristu-Schlucht, wobei die Hauptfalllinie 104 Meter erreicht, während die Gesamthöhe etwa 238 Meter beträgt und sich in der Nähe des Kraftwerks Vemork befindet. Das Wasser fließt mit großer Kraft über verschiedene Stufen und schafft eine beeindruckende Szenerie in dieser norwegischen Bergregion.
Im Jahr 1810 berichtete der Geologe Jens Esmark dem dänischen König von diesem Wasserfall und pries ihn als den höchsten der Welt an. Später wurde das Wasser zur Energieerzeugung genutzt und spielte eine Rolle in den industriellen Entwicklungen der Region.
Der Wasserfall ist Teil der jährlichen Marispelet-Aufführung, die während der Juli-Feierlichkeiten die regionale Geschichte von Mari und Olav erzählt. Besucher können diese musikalische Tradition erleben, die das Wasser und die Schlucht miteinander verbindet.
Die Wassermenge hängt von Ablassungen aus dem Møsvatn-Stausee ab, daher sollten Besucher sich über lokale Freigabepläne informieren, um die beste Sicht zu haben. Die beste Besuchszeit ist während oder kurz nach Perioden mit geplanten Wasserfreigaben, wenn das Wasser mit voller Kraft fließt.
Das Wasser trieb eine der ersten Fabriken an, in denen Schwerwasser hergestellt wurde, ein Material das während des Zweiten Weltkriegs militärische Bedeutung hatte. Dieser industrielle Aspekt verbindet die Natur des Wasserfalls mit einem wichtigen technischen Kapitel der europäischen Geschichte.
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