Industriedenkmalstätte Rjukkan-Notodden, Industrielles Kulturerbe in Telemark, Norwegen.
Das Rjukan-Notodden-Industrie-Erbe ist ein Komplex aus etwa 97 baulichen Strukturen, darunter Wasserkraftwerke, Fabriken, Eisenbahnlinien und Wohngebäude, verteilt über zwei Gemeinden. Die Anlage zeigt die technische Infrastruktur zur Stromerzeugung und Stickstoffproduktion, mit Stromleitungen, die Energie zu den Produktionsstätten transportierten.
1905 wurde in Notodden die erste großtechnische Anlage zur Stickstoffproduktion mithilfe von Elektrolichtbogenöfen errichtet. Dieser Durchbruch in der Düngemittelherstellung war möglich durch die Nutzung von Norwegens reichlich vorhandener Wasserkraft zur Stromerzeugung.
Die Arbeitersiedlungen zeigen, wie Fabrikarbeiter und ihre Familien in eigens gebauten Häusern zusammenlebten, die vom Unternehmen bereitgestellt wurden. Diese Wohnviertel spiegeln die enge Verbindung zwischen Industrie und Alltagsleben wider, die für diese Gegend prägend war.
Das Gelände ist über Wanderwege und Führungen leicht zugänglich, wobei das Norwegian Industrial Workers Museum die beste Anlaufstelle für Besichtigungen ist. Es ist hilfreich, bequeme Schuhe mitzubringen, da die meisten Strukturen verteilt sind und das Erkunden zu Fuß erfolgt.
Das Birkeland-Eyde-Verfahren, das hier angewendet wurde, war eine der ersten Methoden, um Stickstoff aus Luft zu gewinnen und revolutionierte die Düngemittelproduktion weltweit. Der Prozess war energieintensiv und machte Norwegens Wasserkraftquellen zu einem globalen Vorteil für diese Industrie.
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