Chavín de Huántar, Archäologische Stätte in Ancash, Peru
Chavin de Huantar ist eine zeremonielle Stätte im peruanischen Andenhochland auf 3180 Metern Höhe, nahe der Flussgabelung zwischen Huachecsa und Mosna. Die Anlage umfasst mehrere Steinbauten, offene Höfe und ein Netz von inneren Gängen, die unter den Plattformen verlaufen.
Das Zentrum entstand um 1200 vor Christus und wurde etwa achthundert Jahre lang für Zeremonien und Orakel genutzt. Im Laufe der Zeit erweiterten aufeinanderfolgende Generationen den Komplex mit neuen Plattformen und unterirdischen Kammern.
Der Name stammt vom Río Chavín, der die Region durchfließt, und bezieht sich auf die präkolumbische Hochkultur dieser Gegend. Heute bewahren die verbleibenden Plattformen und Reliefs die Erinnerung an Rituale und Prozessionen, die vor Jahrtausenden hier stattfanden.
Der Zugang erfolgt über Tagesausflüge ab Huaraz oder über einen mehrtägigen Wanderweg aus Olleros durch die Berglandschaft. Die Höhenlage erfordert eine vorherige Akklimatisierung, und das Wetter kann in den Bergen schnell umschlagen.
Ein System von unterirdischen Gängen führt Tageslicht und Bergluft durch die gesamte Struktur bis in die innersten Kammern. Diese technische Lösung sorgte für Belüftung und Beleuchtung ohne künstliche Hilfsmittel in einem Zeitalter ohne moderne Technologie.
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