Portal of the Falcons, Steinportal in Chavín de Huántar, Peru.
Das Portal der Falken ist eine megalithische Struktur in der Mitte der Ostfassade von Gebäude A (Neuer Tempel) in Chavín de Huántar. Es besitzt zwei runde Säulen von 2,30 m Höhe und 61 cm Durchmesser, jede mit einem anthropomorphen Wesen verziert, sowie einen vorspringenden Fries mit acht falkenartigen zoomorphen Figuren, der heute in zwei Teile zerbrochen ist. Die Fassade besteht im Süden aus weißem Granit und im Norden aus schwarzem Kalkstein.
Das Bauwerk wurde um 900 v.Chr. errichtet, als Chavín de Huántar ein zentrales Heiligtum war, das Menschen aus der ganzen Region anzog. Die Stelle verlor später an Bedeutung, wurde aber durch archäologische Arbeiten im 20. Jahrhundert wieder bekannt gemacht.
Den Namen Schwarzes und Weißes Portal gab der amerikanische Archäologe John Rowe, bezogen auf die weißen Granitblöcke im Süden und den schwarzen Kalkstein im Norden. Die acht falkenartigen Wesen am vorspringenden Fries, das heute in zwei Teile zerbrochen ist, gehören zu den Reliefs, die Besucher erkennen können. Rowe nannte die anthropomorphen Figuren der Säulen „Schutzengel“.
Die Stelle ist am besten über einen Besuch von Huaraz aus zu erkunden, wo regelmäßige Verbindungen zum Ausgrabungsort bestehen. Das Wetter in den Bergen kann wechselhaft sein, deshalb sollte man sich auf unterschiedliche Bedingungen vorbereiten.
Das Portal zeigt einen Kontrast zwischen hellen und dunklen Steinen in seinem Muster, was zeigt, wie bewusst die Erbauer ihre Materialien auswählten. Diese Farbkombination war nicht zufällig, sondern ein geplanter Teil des Designs.
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