Nationalpark Huascarán, Schutzgebiet in der Region Ancash, Peru
Huascarán ist ein geschütztes Gebiet in der Region Ancash in Peru, das sich über 340.000 Hektar entlang der Cordillera Blanca erstreckt und Perus höchsten Gipfel in 6.768 Meter Höhe einschließt. Die Landschaft umfasst türkisfarbene Seen, tiefe Täler und zurückweichende Gletscher, die von steilen Felswänden und grasbewachsenen Hochebenen umgeben sind.
Senator Augusto Guzmán Robles brachte 1960 den ersten Vorschlag zum Schutz dieser Bergregion in den Kongress ein, doch es dauerte bis 1975, bis das Gebiet offiziell zum Nationalpark erklärt wurde. Die UNESCO verlieh ihm später den Welterbestatus und erkannte damit seine Rolle bei der Erhaltung andiner Ökosysteme an.
Der Name Huascarán stammt von Huáscar, dem letzten Inka-Herrscher vor der spanischen Eroberung, dessen Vermächtnis in diesen Bergen weiterlebt. Einheimische Bauern führen noch immer jahrhundertealte Viehzuchtmethoden durch und nutzen Hochlandweiden, während sie Besucher auf schmalen Pfaden zwischen Gletscherseen führen.
Bergsteigen und Wandern erfordern eine Genehmigung und einen zertifizierten Bergführer, da viele Routen durch abgelegene Gebiete und über Höhen führen, die an die Höhenkrankheit anpassen. Die Trockenzeit von Mai bis September bietet stabileres Wetter, während die Regenzeit Wege rutschig und Flüsse unpassierbar macht.
Die seltene Puya raimondii, die größte Bromelie der Welt, wächst hier auf über 4.000 Meter Höhe und blüht erst nach Jahrzehnten, bevor sie abstirbt. In abgelegenen Zonen lebt die bedrohte Andenbergkatze, ein scheues Tier, das Reisende kaum jemals zu Gesicht bekommen.
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