Tocllaraju, Berggipfel im Departamento Ancash, Peru.
Der Tocllaraju ist ein pyramidenförmiger Gipfel der Cordillera Blanca, rund 6.034 m hoch, an der Grenze der Provinzen Carhuaz und Huaraz im Nationalpark Huascarán. Seine oberen Schnee- und Eishänge durchziehen schmale dunkle Felsbänder, darunter liegt ein von Spalten durchzogener Gletscher; unten rechts tritt rotbrauner Fels hervor. Die Ostseite endet in Gletscherzungen, die Westseite in Hängegletschern.
Walther Brecht und Hans Schweizer gelang am 31. Juli 1939 die Erstbesteigung, indem sie aus den Quebradas Honda und Cancahua über den Nordwestgrat zum Gipfel stiegen, im Rahmen der Anden-Rundfahrt des Deutschen Alpenvereins. Der zweite Aufstieg folgte erst 20 Jahre später durch die Amerikaner Leigh Ortenburg und Kermith Ross. Der heutige Normalweg aus der Quebrada Ishinca, der im letzten Abschnitt ebenfalls über den Nordwestgrat führt, wurde 1963 von einer Schweizer Seilschaft erstbegangen.
Der Name Tuqllarahu stammt aus dem Ancash-Quechua: tuqlla bedeutet Falle, raju bzw. rasu Schnee, sodass er sich als schneebedeckter Fallenberg lesen lässt. Die spanische Form ergänzt Nevado, den andinen Begriff für vergletscherte Gipfel, wie er auch auf der Alpenvereinskarte steht. Über einen Grat ist der Gipfel mit dem 240 m höheren Palcaraju verbunden, der die Provinzgrenze zwischen Carhuaz und Huaraz bildet.
Die Reise beginnt im Dorf Pashpa und fuhrt durch das Ishinca-Tal zu verschiedenen Lagerplatzen in Hohen zwischen 4.350 und 4.950 Metern. Besucher sollten mit lokalen Guides arbeiten, die mit den Wetterbedingungen und Routenbedingungen vertraut sind.
Die Nordwestkante-Route setzt Kletterer extremen Gletscherverhaltnissen aus, einschliesslich versteckten Spalten und schnell verandernden Schneekonditionen. Viele Bergsteiger unterschatzen die Komplexitat dieser Route im Vergleich zu anderen Gipfeln in der Region.
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