Guitarrero-Höhle, Archäologische Stätte in Ancash, Peru
Die Guitarrero-Höhle liegt in den Bergen der Provinz Yungay auf 2.900 Metern Höhe und bietet einen weiten, bogenförmigen Eingang, der etwa 15 Meter in den Fels hineinführt. An den inneren Wänden sind rote Ockermalereien zu sehen, die dem Raum eine besondere Atmosphäre verleihen.
Menschen bewohnten diese Höhle zwischen 10.000 und 9.000 vor unserer Zeitrechnung und hinterließen dabei Spuren früher Pflanzenkultivierung. Archäologen dokumentierten hier einige der ältesten Belege für landwirtschaftliche Aktivitäten auf dem südamerikanischen Kontinent.
Die Höhlenbewohner entwickelten frühe landwirtschaftliche Praktiken, kultivierten Bohnen, Paprika, Kürbisse, Mais und andere Kulturen während sie jagten und sammelten.
Die Höhle befindet sich etwa 45 Kilometer von Huaraz entfernt in der Nähe des Distrikts Shupluy und ist täglich zugänglich. Die Höhenlage erfordert eine gewisse Akklimatisierung, daher sollten Besucher genug Zeit einplanen und auf angemessenes Schuhwerk achten.
Forscher fanden in der Höhle Reste von Bohnen, die auf etwa 10.000 Jahre zurückdatiert wurden und damit zu den frühesten Belegen für Bohnenanbau in Amerika zählen. Diese Entdeckung half, das Verständnis der frühen Landwirtschaft in den Anden wesentlich zu erweitern.
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