Baler, Küstengemeinde in der Provinz Aurora, Philippinen
Baler ist eine Küstengemeinde in der Provinz Aurora auf der Insel Luzon, die sich zwischen bewaldeten Hügeln und dem Pazifischen Ozean erstreckt. Die Siedlung umfasst 13 Ortsteile mit Reisfeldern, Flussmündungen und Sandstränden, die von Wellen aus dem offenen Meer berührt werden.
Spanische Missionare gründeten den Ort 1609 unter der Leitung von Fray Blas Palomino, nachdem sie mit den einheimischen Gemeinschaften Kontakt aufgenommen hatten. Eine große Flutwelle zerstörte 1735 die ursprüngliche Siedlung Kinagunasan, woraufhin Überlebende das heutige Gebiet besiedelten und es nach dem Balete-Baum benannten.
Der Name stammt vom Balete-Baum, und die Einwohner nennen sich Baleños, was ihre Verbundenheit mit dem Meer und den Bergen der Region zeigt. Jeden Juni versammeln sich die Familien bei historischen Gedenkfeiern, die an die gemeinsame Vergangenheit mit Spanien erinnern.
Die Gemeinde liegt etwa 230 Kilometer nordöstlich von Manila und ist über Überlandstraßen zu erreichen, die durch bergiges Gelände führen. Vor Ort gibt es Unterkünfte in verschiedenen Preisklassen, und Besucher sollten während der Taifunsaison zwischen Juni und November mit starkem Regen rechnen.
Die Belagerung von Baler 1898–1899 endete erst nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg, als spanische Soldaten fast ein Jahr lang ohne Kontakt zur Außenwelt in der örtlichen Kirche ausharrten. Heute zeigt ein kleines Museum Relikte dieser Ereignisse und erinnert an den letzten Außenposten des spanischen Kolonialreichs in Asien.
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