Tondo, Stadtbezirk in Manila, Philippinen
Tondo ist ein dicht besiedeltes Viertel im Norden von Manila, direkt neben dem Nordhafen der Stadt. Das Gebiet zieht sich vom Ufer bis zu den inneren Straßen hin und verbindet alte Wohnblöcke mit Werkstätten, Märkten und Lagerhäusern entlang der Hafenzufahrten.
Bereits im Jahr 900 taucht der Ort unter dem Namen Tundun in einer alten Kupferplatte auf, die von Handelsbeziehungen und Gemeinschaften entlang der Bucht berichtet. Spanische Missionare errichteten Jahrhunderte später eine Kirche und verwandelten den Ort in ein Zentrum der Kolonialverwaltung und des Hafenhandels.
Der lokale Alltag spielt sich in den engen Straßen ab, wo Nachbarn sich vor ihren Häusern treffen und Kinder auf den Gehwegen spielen. An Festtagen hängen bunte Fahnen über den Gassen, und man hört religiöse Gesänge aus Kapellen und Häusern entlang der ganzen Nachbarschaft.
Die meisten Besucher erreichen das Viertel mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da Jeepneys und Busse regelmäßig durch die Hauptstraßen fahren. Man sollte früh aufbrechen, um die Märkte in vollem Betrieb zu sehen, und auf persönliche Gegenstände achten, da es überall sehr eng zugeht.
In den Seitengassen stehen Häuser dicht an dicht, und manche Familien leben seit Generationen in denselben engen Unterkünften, die sie immer wieder umbauen und erweitern. Die Bewohner haben ein eigenes System von Durchgängen entwickelt, sodass man oft durch Hausflure und über kleine Brücken gehen muss, um von einer Straße zur nächsten zu gelangen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.