Sindh, Provinz im Südosten Pakistans
Sindh ist eine Provinz im Südosten Pakistans, die sich über ein ausgedehntes Gebiet erstreckt, das weite Teile des Indus-Deltas und der umliegenden Agrarflächen umfasst. Das Territorium reicht vom Arabischen Meer im Süden bis zu den Wüstenregionen im Nordosten und wird vom Indus durchzogen, der die Landschaft und die Besiedlungsmuster prägt.
Die Region war ab etwa 2500 v. Chr. Heimat der Indus-Zivilisation, deren bedeutendste Siedlung Mohenjo-daro zu den frühesten geplanten Städten der Menschheit zählt. Über die Jahrhunderte wurde das Gebiet von verschiedenen Reichen und Dynastien kontrolliert, bis es im 19. Jahrhundert unter britische Kolonialherrschaft fiel und später Teil Pakistans wurde.
In den Märkten und Straßen mischen sich Sindhi-Volkslieder, klassische Sufi-Musik und regionale Tanzformen, während die verschiedenen Gemeinschaften ihre eigenen Festtage und kulinarischen Traditionen pflegen. Besucher bemerken schnell die Anwesenheit von Schreine und religiösen Versammlungen, die das alltägliche Leben prägen und zu bestimmten Zeiten im Jahr Tausende von Pilgern anziehen.
Karachi, die Hauptstadt der Provinz, dient als wichtigster Verkehrsknotenpunkt und Finanzplatz des Landes und ist über internationalen Flughafen und Hafen gut erreichbar. Die klimatischen Bedingungen sind vor allem zwischen November und März angenehmer, während die Sommermonate oft sehr heiß und feucht sind, besonders in den Küstengebieten.
Die Provinz ist in sechs Verwaltungsdivisionen unterteilt, die jeweils unterschiedliche landschaftliche und klimatische Merkmale aufweisen, von Küstengebieten bis zu Wüstenstreifen. Die landwirtschaftliche Produktion konzentriert sich auf Baumwolle, Reis, Zuckerrohr und Weizen, die den Rhythmus des ländlichen Lebens und der lokalen Märkte bestimmen.
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