Taxila, Archäologische Stätte im Rawalpindi-Distrikt, Pakistan.
Taxila ist ein ausgedehntes archäologisches Gelände im Distrikt Rawalpindi in Pakistan mit mehreren Ausgrabungsstätten, die Überreste von Straßen, Wohngebäuden, Tempeln und Befestigungsanlagen zeigen. Die Überreste stammen aus unterschiedlichen Epochen und liegen über ein weites Gebiet verteilt, wobei die wichtigsten Stätten durch unbefestigte Wege miteinander verbunden sind.
Die Stadt entstand um 600 v. Chr. und entwickelte sich durch drei große Siedlungsphasen, die von persischen, griechischen, maurischen und kuschanischen Herrschern geprägt wurden. Jede dieser Phasen brachte neue architektonische Elemente und städtebauliche Veränderungen mit sich, bis die Siedlung um 500 n. Chr. verlassen wurde.
Heute besuchen Gruppen von Archäologiestudenten und Historikern die Stätten, um alte Bautechniken zu studieren und buddhistische Inschriften zu entziffern. Lokale Führer teilen mündliche Überlieferungen über die Bedeutung der Ruinen und zeigen, wie Menschen hier vor Jahrhunderten lebten und arbeiteten.
Das Gelände umfasst ein Museum mit Fundstücken, Münzen und Skulpturen aus den Ausgrabungen. Besucher können von der Haupteingangsstelle in der Nähe des Museums aus geführte Touren zu den wichtigsten Ruinen buchen oder selbstständig zwischen den Stätten umherwandern.
Ausgrabungen enthüllten ein ausgeklügeltes Abwassersystem aus der Kuschan-Zeit mit Terrakotta-Rohren und unterirdischen Wasserkanälen, die durch die gesamte antike Stadt verliefen. Diese Anlagen zeigen ein hohes technisches Verständnis für Hygiene und städtische Infrastruktur in einer Epoche, die oft als weniger entwickelt gilt.
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