Graudenz, Historische Stadt in der nördlichen Region Kujawien-Pommern, Polen
Grudziądz ist eine Stadt mit Kreisrechten in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern im Norden Polens, die sich am Ostufer der Weichsel erstreckt. Die Bebauung reicht vom Flussufer bis zu den höher gelegenen Stadtteilen, wobei alte Speichergebäude die Uferzone prägen und die Altstadt sich auf dem erhöhten Terrain dahinter ausbreitet.
Die Siedlung entstand im 11. Jahrhundert und erhielt ihre Stadtrechte 1291 unter der Herrschaft des Deutschen Ordens. Die Stadt wechselte mehrmals die Zugehörigkeit zwischen Polen und Preußen, bevor sie nach dem Zweiten Weltkrieg endgültig zu Polen zurückkehrte.
Der Name stammt aus dem Slawischen und bezieht sich auf erhöhte Uferlage am Fluss. Einheimische treffen sich entlang der Promenade an Sommerabenden und nutzen die Grünflächen am Wasser für Spaziergänge und Erholung.
Eisenbahnverbindungen nach Thorn und Bromberg verkehren regelmäßig und ermöglichen Tagesausflüge in beide Richtungen. Die Altstadt lässt sich zu Fuß erkunden, da die meisten Sehenswürdigkeiten in kurzer Entfernung voneinander liegen.
Die Getreidespeicher am Fluss bilden eine der längsten erhaltenen Reihen dieser Art in Mitteleuropa und erreichen Höhen von bis zu fünf Stockwerken. Einige dieser Bauten dienten über Jahrhunderte der Lagerung und zeigen noch heute die massiven Balkenstrukturen im Inneren.
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