Będzin, Mittelalterliche Stadt in Schlesien, Polen
Będzin ist eine Stadt in der Woiwodschaft Schlesien im Süden Polens, die sich entlang des Flusses Czarna Przemsza auf etwa 176 Metern Höhe erstreckt. Enge Gassen führen vom Ufer hinauf zum Schlosshügel, umgeben von einem Mosaik aus Wohnvierteln, Parks und Gewerbebauten.
Ein Wachposten entstand hier im 9. Jahrhundert entlang einer Handelsroute zwischen Kiew und Westeuropa. Die Siedlung erhielt 1358 das Stadtrecht und entwickelte sich später zu einem Zentrum des Kohlebergbaus und der Eisenindustrie.
Der Name der Stadt stammt aus dem Altpolnischen und bedeutet ‚Trommel', vermutlich nach der Form des Hügels, auf dem die Burg steht. Heute verbinden moderne Wohnviertel und Grünflächen die Altstadt mit den ehemaligen Industriegebieten entlang des Flusses.
Drei Bahnhöfe bieten Verbindungen in größere polnische Städte, während lokale Buslinien das Stadtgebiet und die umliegenden Gemeinden erschließen. Ein Spaziergang vom Bahnhof zur Burg dauert etwa 15 bis 20 Minuten bergauf durch die Altstadt.
Der Pfarrer Wincenty Zawadzki versteckte während des Zweiten Weltkriegs jüdische Familien in der Dreifaltigkeitskirche und rettete ihnen so das Leben. Heute erinnert eine Gedenktafel an der Kirchenwand an seinen Mut und an die Menschen, die dort Zuflucht fanden.
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