Bolesławiec, Verwaltungszentrum in Niederschlesien, Polen
Bolesławiec ist eine Stadtgemeinde in der Woiwodschaft Niederschlesien am Ufer des Flusses Bóbr, der durch das Zentrum fließt. Die mittelalterlichen Straßen führen zwischen Fachwerkhäusern und mehreren gotischen Kirchtürmen hindurch, während kleine Keramikläden an den Hauptplätzen zu finden sind.
Die Ortschaft wurde um 1190 durch Bolesław I. gegründet und entwickelte sich im 14. Jahrhundert zu einem wichtigen regionalen Handelszentrum nach Erhalt der Stadtrechte. Im 17. Jahrhundert siedelten sich deutsche Töpfer an, die die Keramikproduktion ausbauten und der Stadt wirtschaftliche Bedeutung verliehen.
Der Name Bolesławiec geht auf Herzog Bolesław I. zurück und spiegelt die slawischen Wurzeln der Region wider. Noch heute prägen die charakteristischen Keramikwerkstätten das Stadtbild und die lokale Identität der Bewohner.
Die Stadt ist über Regionalzüge aus Wrocław und Görlitz erreichbar, während die Autobahn A4 die Anfahrt mit dem Auto erleichtert. Die meisten Keramikgeschäfte und Werkstätten befinden sich im Stadtzentrum und können zu Fuß erkundet werden.
Die traditionellen Keramiken tragen häufig das sogenannte Pfauenauge-Muster, das mit einem Stempel aufgetragen wird. Viele Werkstätten erlauben Besuchern, bei der Herstellung zuzusehen und sogar eigene Stücke zu bemalen.
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