Beniowa, Ehemaliges Dorf im Kreis Bieszczady, Polen
Beniowa ist ein ehemaliges Dorf in der Bieszczady-Region im Südosten Polens, an der Grenze zur Ukraine, im Tal des Flusses San gelegen. Das Dorf existiert heute nicht mehr als bewohnte Siedlung und ist vollständig von Wald bedeckt, wobei nur wenige Spuren auf seine frühere Existenz hinweisen.
Beniowa wurde 1537 von der Familie Kmita nach Magdeburger Recht gegründet und entwickelte sich über Jahrhunderte als Grenzgemeinde. Im Jahr 1945 zerstörte die Ukrainische Aufständische Armee das Dorf vollständig, was das endgültige Ende der dortigen Siedlung bedeutete.
Die griechisch-katholischen Russinen, die einst in Beniowa lebten, hinterließen als sichtbares Zeugnis einen alten Lindenbaum, der noch heute auf dem Gelände steht. Auf dem ehemaligen Dorffriedhof sind noch Spuren der Begräbniskultur dieser Gemeinschaft zu erkennen.
Der Standort des ehemaligen Dorfes ist zu Fuß von den umliegenden Pfaden der Bieszczady-Region erreichbar, wobei die Wege durch dichten Wald führen können. Es empfiehlt sich, die Route im Voraus zu planen, da es vor Ort keine touristischen Einrichtungen gibt.
Im August 2006 versammelten sich rund 500 ehemalige Bewohner und ihre Nachkommen an diesem Ort zu einem besonderen Treffen. Dieses Zusammentreffen war darauf ausgerichtet, die polnisch-ukrainische Versöhnung zu fördern, und fand genau dort statt, wo einst das Dorf stand.
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