Hohe Synagoge, Renaissance-Synagoge im Kazimierz-Viertel, Polen
Die Synagoge in der Jozefa 38 ist ein Renaissancegebäude mit Gebetsräumen im zweiten Stock, die sich über erdgeschossigen Geschäften in einem Wohnhaus befinden. Die Struktur zeigt, wie religiöse Räume geschickt in städtische Wohnblöcke integriert wurden.
Das Gebäude wurde 1556 während der Herrschaft von König Sigismund II. August erbaut und gehört zu den frühen Synagogen der Renaissance. Im Zweiten Weltkrieg beschädigten deutsche Truppen die Struktur und entfernten liturgische Gegenstände.
Die östliche Wand beherbergt eine Toralade aus der Spätrenaissance mit aufwendigen Steinrahmen und grotesken Verzierungen, die Handwerker des 16. Jahrhunderts zeigen. Diese Dekoration spiegelt wider, wie damalige Künstler religiöse Räume gestaltet haben.
Das Gebäude funktioniert heute als Museum und präsentiert Ausstellungen über jüdische Bräuche und Traditionen der Zeit vor 1939. Besucher sollten beachten, dass die Gebetsräume im zweiten Stock liegen und über Treppen erreichbar sind.
Während Renovierungen wurden Wandmalereien entdeckt, die dekorative Vorhänge und Szenen Jerusalems zeigen. Diese verborgenen Kunstwerke mit Darstellungen der Westmauer und des Grabes der Könige wurden später freigelegt.
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