Nationalpark Magura, Nationalpark im Landkreis Gorlice, Polen
Magura ist ein Schutzgebiet in der Woiwodschaft Kleinpolen und der Woiwodschaft Karpatenvorland, das sich über bewaldete Hügel und enge Flusstäler erstreckt. Buchenwälder wechseln sich mit Tannenbeständen ab, während Bäche durch Schluchten fließen und hier und dort kleine Lichtungen öffnen.
Der Schutzstatus wurde 1995 eingeführt, um Wälder zu bewahren, die früher von Lemken bewirtschaftet wurden, bevor diese Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg vertrieben wurde. Friedhöfe aus dem Ersten Weltkrieg erinnern an Kämpfe, die russische und österreichisch-deutsche Truppen hier 1914 und 1915 austrugen.
Holzkirchen der Lemken erheben sich in verschiedenen Tälern und zeigen die Bauweise ostslawischer Gemeinden, die hier bis Mitte des 20. Jahrhunderts lebten. Die Gotteshäuser wirken einfach und zurückhaltend, mit geschindelten Zwiebeltürmen und schmalen Fenstern, die das Innere dämmrig halten.
Markierte Wanderwege führen durch das Gelände und verbinden natürliche Anziehungspunkte wie Felsformationen und Wasserfälle. Die Wege sind unterschiedlich lang und manche steigen steil an, also lohnt es sich, Karte und festes Schuhwerk mitzubringen.
Das Gebiet dient als Verbindung zwischen den Ost- und Westkarpaten und ermöglicht Tieren wie Luchs und Wolf die Wanderung zwischen größeren Bergketten. Diese Funktion macht den Ort wichtig für die Erhaltung der Artenvielfalt in Mitteleuropa.
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