Brühl-Palast, Barockpalast in Młociny, Polen
Der Brühl-Palast ist ein spätbarockes Herrenhaus am Weichselufer in Młociny, das mit einer französischen Parkanlage und Gärten umgeben ist. Die Gesamtanlage erstreckt sich über mehrere Hektar Land und zeigt die klassische Architektur des 18. Jahrhunderts.
Heinrich von Brühl ließ dieses Anwesen zwischen 1752 und 1758 erbauen und beauftragte dafür den Architekten Johann Friedrich Knöbel. Die Errichtung erfolgte als Wochenendresidenz für die wohlhabende Familie in der Nähe von Warschau.
Der Palast war nach seiner Restaurierung 1949 kurzzeitig Schauplatz für Ethnographie-Ausstellungen und trug damals zur Dokumentation polnischer Traditionen bei. Besucher konnten dort einen Einblick in die Geschichte des Landes erhalten, bevor die Nutzung später endete.
Das Anwesen liegt in Młociny, etwa 15 Kilometer nördlich von Warschaus Zentrum, ist aber derzeit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Die private Eigenschaft kann von außen betrachtet werden, doch Besucher sollten sich vorher über aktuelle Öffnungen oder Führungen informieren.
Das Anwesen beherbergte ursprünglich private Gehege mit Wisenten, Wildschweinen und Hirsche und erwarb sich den Spitznamen das Wilanów des Nordens. Diese exotischen Tierhaltung war eine seltene und aufwändige Attraktion des Landadels im 18. Jahrhundert.
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