Giewont, Berg im Landkreis Tatra, Polen
Giewont ist ein Gipfel in den westlichen Tatra-Bergen nahe Zakopane, der 1895 Meter hoch in den Himmel ragt. Die Nordwände fallen steil ab, während drei separate Felskuppen die Gipfelzone bilden und dem Berg sein charakteristisches dreieckiges Profil verleihen.
Die erste schriftlich belegte Besteigung erfolgte 1832 durch Franz Herbich, einen Wiener Geologen. Mariusz Zaruski erreichte 1904 als erster den Gipfel im Winter und eröffnete damit eine neue Ära des alpinen Bergsteigens in Polen.
Der Name stammt vom alten polnischen Wort für Gipfel oder Spitze und passt zur markanten Form des Berges. Einheimische sehen im Profil oft einen schlafenden Ritter, der über das Tal wacht.
Mehrere markierte Wege führen von Kuznice durch Hala Kondratowa hinauf, wobei der Anstieg insgesamt etwa vier bis fünf Stunden dauert. Vor allem im Hochsommer kann der Weg stark frequentiert sein, daher lohnt es sich, früh am Morgen aufzubrechen.
Ein 15 Meter hohes Stahlkreuz steht seit 1901 auf dem Gipfel und zieht Pilger aus ganz Polen an. Das Kreuz wurde von Bergführern in mehreren Etappen nach oben getragen und ist heute eines der höchsten religiösen Symbole in den Tatra.
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