Giewont-Kreuz, Monumentalkreuz auf dem Berg Giewont, Polen.
Das Giewont-Kreuz ist ein 15 Meter hohes Metalldenkmal auf dem Gipfel des Giewont in den Tatra bei Zakopane. Die Konstruktion besteht aus 400 Eisenelementen mit einem horizontalen Querbalken, der sich deutlich gegen den Himmel abhebt.
Der Pfarrer von Zakopane, Kazimierz Kaszelewski, initiierte im August 1901 den Bau zum Gedenken an das 1900. Jubiläum der Geburt Christi. Die Montage erfolgte durch Freiwillige, die die Eisenteile den steilen Berghang hinauftrugen.
Der Lateinische Schriftzug an den Kreuzarmen ehrt die Wiederherstellung des Heils und verbindet religiösen Glauben mit alpiner Symbolik. Wanderer halten oft inne, um das Denkmal zu betrachten, das seit über einem Jahrhundert als spiritueller Orientierungspunkt im Tatra-Gebirge dient.
Der Gipfel liegt etwa zwei bis drei Stunden Fußmarsch von den Ausgangspunkten in Zakopane entfernt und erfordert Trittsicherheit auf felsigem Gelände. Bei Gewitter sollte man sich vom Kreuz fernhalten, da es als Blitzableiter wirkt.
Blitze treffen die Konstruktion mehrmals pro Jahr, was 1937 zu einem tragischen Vorfall führte, bei dem vier Personen ums Leben kamen. Trotz dieser Gefahr bleibt das Monument ein beliebtes Ziel für Bergwanderer, die die Aussicht vom Gipfel genießen möchten.
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