Krakauer Tuchhallen, Gotisches Handelsgebäude am Hauptmarkt, Krakau, Polen.
Sukiennice erstreckt sich entlang der Mitte des Hauptmarkts mit seiner reich verzierten Renaissancefassade und Steinarkaden über eine Länge von 108 Metern. Das Gebäude besteht aus zwei Etagen, wobei das Erdgeschoss offene Durchgänge für Händler und die obere Ebene geschlossene Galerieräume beherbergt.
König Kasimir III. ließ 1358 die Handelshalle errichten, die zu einem wichtigen Zentrum für den internationalen Handel mit Textilien und Salz wurde. Nach einem Brand im sechzehnten Jahrhundert erhielt das Gebäude seine heutige Renaissanceform mit den charakteristischen Dachaufbauten.
Die obere Etage zeigt die Sammlung des Nationalmuseums mit Gemälden polnischer Künstler aus dem neunzehnten Jahrhundert, darunter Arbeiten von Jan Matejko und Jacek Malczewski. Die Ausstellung vermittelt einen Eindruck davon, wie Polen seine eigene Geschichte und Identität durch die Malerei interpretiert hat.
Das Erdgeschoss beherbergt mehrere Verkaufsstände mit traditionellem polnischem Kunsthandwerk, Bernsteinschmuck, Lederwaren und Textilien, die von Dienstag bis Sonntag geöffnet sind. Die Galerieräume im oberen Stockwerk sind über eine separate Treppe zugänglich und haben eigene Öffnungszeiten.
Jeder Bogen des Gebäudes zeigt eine andere geschnitzte Steinmaske, die von Renaissancebildhauern geschaffen wurde, um Händlerausdrücke während Verhandlungen darzustellen. Diese Masken unterscheiden sich in Mimik und Stil, was den Durchgang entlang der Arkaden zu einer Entdeckungstour macht.
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