Józef-Poniatowski-Denkmal, Bronzene Reiterstatue am Präsidentenpalast, Warschau, Polen
Das Denkmal für Fürst Józef Poniatowski steht auf einem rechteckigen Marmorsockel im Innenhof des Präsidentenpalastes an der Krakowskie Przedmieście. Der berittene Reiter hebt das Schwert in der rechten Hand, während das Pferd in ruhiger Haltung verharrt und das Gewand des Reiters an römische Feldherrnkleidung erinnert.
Bertel Thorvaldsen schuf das Werk 1832 in Rom, aber das Original wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Nach Kriegsende stellte man es zwischen 1948 und 1951 aus einem erhaltenen Modell wieder her.
Thorvaldsen stellte den Fürsten bewusst als antiken Feldherrn dar, nicht als polnischen Adligen des 19. Jahrhunderts, was damals eine politische Botschaft trug. Die römische Uniform und das Schwert verbinden den gefallenen Kommandeur mit klassischen Idealen von Opfer und Ehre, die man auch im Hof sofort erkennen kann.
Der Innenhof ist tagsüber zugänglich und liegt direkt an einer der Hauptstraßen der Altstadt, was die Anfahrt erleichtert. Ein kurzer Spaziergang durch die Umgebung zeigt weitere Denkmäler und Regierungsgebäude in unmittelbarer Nähe.
Das heutige Bronzeguss entstand nicht in Polen, sondern in Dänemark, wo das Thorvaldsen-Museum das alte Gipsmodell aufbewahrt hatte. Diese dänische Schenkung ermöglichte den originalgetreuen Wiederaufbau des verlorenen Denkmals nach dem Krieg.
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