Mirów-Hallen, Markthallen in Warschau, Polen.
Die Hale Mirowskie sind zwei identische Gebäude, die sich entlang des Plac Mirowski erstrecken und rote Ziegelfassaden mit inneren Metallrahmenstrukturen aufweisen. Der westliche Teil beherbergt Marktstände für Obst, Gemüse, Fleisch und Haushaltswaren, während die östliche Seite nach Kriegszeiten umgewidmet wurde.
Die Zwillingshallen wurden zwischen 1899 und 1901 erbaut und waren das erste große überdachte Marktplatz-Komplex in Warschau während der russischen Verwaltungszeit. Sie überlebten die Zerstörung des Zweiten Weltkriegs teilweise, da ihre Mauern trotz schwerer Brände intakt blieben.
Die westliche Halle wird heute noch als traditioneller Markt genutzt, während die östliche Halle nach dem Zweiten Weltkrieg zeitweise als Boxsporthalle diente. Beide Gebäude prägen bis heute das Leben rund um den Plac Mirowski als Treffpunkt für Nachbarn und Käufer.
Die Markthalle ist täglich von früh morgens geöffnet und bietet eine große Auswahl an frischem Obst, Gemüse, Fleisch und Haushaltswaren von zahlreichen Verkäufern. Der östliche Trakt ist weniger aktiv als Markt, daher sollte man wissen, welche Seite man besuchen möchte.
Die östliche Halle war nach dem Krieg kurzzeitig ein anerkannter Boxring, wo professionelle Kämpfe ausgetragen wurden. Dieser ungewöhnliche Einsatz zeigt, wie Warschau seine Gebäude zur Wiederherstellung des alltäglichen Lebens nach dem Konflikt nutzte.
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