Basilika Johannes der Täufer, Basilika minor in Szczecin, Polen
Die Kirche Johannes des Täufers ist eine neugotische Basilika in Szczecin mit einem dreischiffigen Hallengrundriss, der durch profilierte Pfeiler getragen wird und einem lateinischen Kreuz folgt. Das Innere wird von hohen Bögen und sorgfältig gestalteten Gewölbemustern geprägt.
Die Kirche wurde Mitte des 19. Jahrhunderts im Rahmen eines umfangreichen Kirchenbauprogramms in Szczecin errichtet und gehörte lange zur evangelisch-lutherischen Gemeinschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging sie an die polnische katholische Kirche über, die sie anschließend restaurierte.
Die Seitenaltäre beherbergen ein Gemälde des Heiligen Josef mit dem Jesuskind sowie eine Kopie der Schwarzen Madonna von Tschenstochau aus den 1960er Jahren. Diese Kopie ist ein deutliches Zeichen dafür, wie tief die Verehrung der Schwarzen Madonna im polnischen Glaubensleben verwurzelt ist.
Der Haupteingang befindet sich an der Westseite und ist während der regulären Öffnungszeiten zugänglich. Ein Besuch außerhalb der Gottesdienstzeiten ermöglicht es, den Innenraum in Ruhe zu besichtigen.
Eine Gedenktafel von 1957 an der Ostwand erinnert an die Teilnehmer des Warschauer Aufstands, obwohl dieser in einer ganz anderen Stadt stattfand. Sie zeugt davon, wie Szczecin nach dem Krieg zum neuen Zuhause vieler Überlebender und Vertriebener aus dem ganzen Land wurde.
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