Saint George church in Gniezno, Mittelalterliche Kirche in Gniezno, Polen
Die Kirche des heiligen Georg steht auf dem Lech-Hügel und zeigt eine barocke Architektur mit Fragmenten romanischer Mauern an der Nord- und Südseite. Das renovierte Innere mit neuem Fußboden beherbergt eine Marmorplakette im Chor und wird weiterhin für Gottesdienste und historische Besuche genutzt.
Der Standort begann als heidnischer Tempel für den slawischen Gott Niya, bevor Herzog Mieszko I. nach seiner Taufe im Jahr 966 eine Burg mit einer Kapelle errichtete. Diese Umwandlung von paganer zu christlicher Nutzung prägte den Hügel für Jahrhunderte.
Die Kirche ist eng mit der polnischen Pfadfinderbewegung verbunden, da sie nach einer Zeremonie im August 1937 zum religiösen Zentrum der Großpolnischen Pfadfinder wurde. Besucher können diese historische Verbindung noch heute in der Atmosphäre des Ortes spüren.
Das Gebäude steht auf einer Anhöhe im Zentrum von Gniezno und ist leicht zu Fuß erreichbar. Die Kirche ist regelmäßig für Gottesdienste und historische Besichtigungen geöffnet, daher empfiehlt es sich, die Öffnungszeiten zu prüfen, bevor man einen Besuch plant.
Archäologische Ausgrabungen unter der Kirche brachten einen Steinhügel zutage, der die Umwandlung des Ortes von heidnischer Kultstätte zu christlichem Heiligtum bestätigte. Dieser verborgene Beweis unter dem Boden verbindet die beiden religiösen Epochen des Platzes.
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