Mikveh in Warsaw, Jüdisches Ritualbad im Stadtteil Praga-Północ, Warschau, Polen
Das Mikveh in Warschau ist ein Ritualbad mit rotem Backsteindach in der Region Praga-Północ, dessen symmetrische Struktur zwei Flügel um einen Innenhof arrangiert. Die Fassade zeigt dekorative Gesimse, Fensterrahmen und Pilaster aus Stuck, die Naturstein imitieren.
Das Gebäude entstand zwischen 1911 und 1914 nach Plänen des Architekten Naum Hornstein und diente als ritueller Waschplatz für die jüdische Gemeinde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es vom Zentralkomitee der Juden in Polen als Verwaltungssitz genutzt.
Das Gebäude beherbergt seit 2006 ein multikulturelles humanistisches Gymnasium und zeigt, wie jüdische Räume heute für neue Gemeinschaften genutzt werden. Die Schulnutzung verbindet die historische Bedeutung des Ortes mit gegenwärtigen Bildungszwecken.
Das Gebäude befindet sich in einem Wohngebiet und ist von der Straße aus sichtbar, wobei die Ziegelfassade es leicht zu erkennen macht. Besucher sollten beachten, dass es heute als Schulgebäude genutzt wird, daher ist Rücksichtnahme auf den laufenden Betrieb wichtig.
Das Gebäude ist das einzige erhaltene Mikveh in Warschau und wurde 1999 in das offizielle Denkmalregister eingetragen. Diese Auszeichnung anerkennt nicht nur seine architektonische Bedeutung, sondern auch seinen Wert als Zeugnis jüdischer Geschichte in der Stadt.
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