Port in Malczyce, Flusshafen und Werft am Oder-Fluss in Malczyce, Polen
Der Hafen in Malczyce ist eine Flussanlage an der Oder mit zwei Becken, von denen das nördliche teilweise ausgegraben wurde und das südliche dem früheren Flussverlauf folgt. Eine Werft, die seit 1940 besteht, ist weiterhin aktiv, obwohl der reguläre Hafenbetrieb seit den frühen 1990er Jahren eingestellt wurde.
Der Hafen entstand 1742 als zentraler Kohlelagerplatz nach der preußischen Annexion Schlesiens und ermöglichte den Transport nach Berlin und Magdeburg. Diese Rolle als Knotenpunkt für regionale Rohstoffe prägte die Entwicklung des Ortes über mehrere Generationen hinweg.
Der Hafen spiegelt die Industriegeschichte Niederschlesiens wider, wo Bergbauprodukte auf dem Wasserweg nach Mitteleuropa transportiert wurden. Die heutige Gestalt zeigt noch immer die Verbindungen zwischen regionalen Rohstoffen und überregionalen Handelsnetzen.
Der Hafen ist über Straßen zugänglich und lädt zu Spaziergängen entlang der Wasserbecken ein, insbesondere um die historischen Strukturen und die aktive Werft zu beobachten. Es ist sinnvoll, die Anlage bei Tageslicht zu erkunden, wenn die Details der alten Infrastruktur am besten sichtbar sind.
Die Średzka Woda fließt in das nördliche Becken und nutzt einen uralten Oderkanal, der sich über die Jahrtausende zu einem anderen Lauf verschoben hat. Diese stille Verbindung zeigt, wie der Fluss die Landschaft über lange Zeiträume hinweg neu geformt hat.
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