Dwór Oliwski, Herrenhaus im Stadtteil Oliwa, Gdańsk, Polen.
Der Dwór Oliwski ist ein Herrenhaus in der Nähe von Gdańsk, das heute als Hotel mit mehreren Gästezimmern genutzt wird und in einem Park mit Waldbestand liegt. Das Gebäude besitzt einen Hauptflügel mit klassischen Fassaden und separate Bereiche für Gäste, Gastronomie und Freizeit.
Das Gut mit Obstgarten, Garten und Mühle ist erstmals 1597 auf Land des Zisterzienserklosters Oliwa bezeugt. 1601 erwarb der Danziger Stadtbeamte Jakub Schwabe den Teich mit Mühle, 1611 auch das Gut, wo er mit seiner Frau lebte. 1615 der Veruntreuung von Stadtgeldern beschuldigt, erhängte er sich am Haupteingang; drei Jahrhunderte hieß der Ort Schwabenthal. Bis 1945 wechselte er durch etwa 20 Eigentümer, nach dem Krieg verfiel er.
Der Name Dwór Schwabego (Schwabenthal) geht auf Jakub Schwabe zurück, der das Gut 1611 kaufte und sich 1615 nach dem Vorwurf der Veruntreuung von Danziger Geldern am Eingang erhängte. Der von ihm im Kreuzgewölbekeller des 16. Jahrhunderts eingerichtete Weinkeller dient noch heute als Weinlokal. Die heutigen Innenräume sind im provenzalischen Stil mit toskanischen Möbeln eingerichtet.
Der Hof liegt an der Bytowska 4 in Oliwa am Potok Oliwski, wo die Täler Radość und Zgniłe Mosty zusammentreffen, und ist auf drei Seiten vom Oliwaer Wald umgeben. Das bewaldete Gelände und der englische Landschaftspark aus dem 19. Jahrhundert erkundet man zu Fuß; für den Weg zwischen den Gebäuden und dem Bach sollte man Zeit einplanen.
Der Keller des erhaltenen Hauses aus dem 17. Jahrhundert hat ein Kreuzgewölbe und beherbergt eine Weinbar, eine Nutzung, die Jakub Schwabe dort zuerst einführte. Das Gebäude ist das einzige des Komplexes, das unversehrt erhalten blieb; die historische Scheune und der Speicher stürzten Mitte der 1980er Jahre vollständig ein.
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