Willa Fryderyka Wilhelma Jüncke, Residenzvilla in Dolny Sopot, Polen.
Willa Fryderyka Wilhelma Jüncke ist ein Wohnhaus in Dolny Sopot mit einem dreigeschossigen Turm als Hauptteil, ergänzt durch ein Jagdhaus und ein Kutschenhaus auf einem etwa zwei Hektar großen Grundstück. Nach der Renovierung von 2019 bis 2021 nutzen nun Künstlerateliers, Aufnahmestudios und eine Kinderbibliothek namens Miniteka die Räume.
Friedrich Wilhelm Jüncke (1842–1897), Kunstsammler, der mit importiertem Wein handelte und das Restaurant Ratskeller in den Kellern des Danziger Artushofs betrieb, gab die Anlage in Auftrag. Der Architekt Karl Hofacker entwarf sie, ausgeführt wurde sie in Etappen von 1877 bis 1903 von der Danziger Baufirma Heinrich Prochnow an der damaligen Rickertstraße. Jüncke starb während der Bauarbeiten, Eigentümerin wurde seine Frau. Von 1922 bis 1936 war die Villa Residenz von Harald Koch (1878–1936), dänischer Konsul in Danzig, der hier eine Elf-Zimmer-Wohnung für 500 Gulden monatlich mietete; 1942 übergaben die Erben sie der örtlichen NSDAP-Dienststelle, auf dem Gelände entstand ein Bunker.
Das Gebäude bewahrt Deckenmalereien von Künstlern der Sopot-Schule, darunter eine Unterwasserszene in einem der Zimmer. Diese Kunstwerke zeigen die enge Verbindung zwischen dem Haus und der lokalen künstlerischen Tradition dieser Zeit.
Das Gelände ist leicht zugänglich und bietet Besuchern die Möglichkeit, die verschiedenen Gebäude und Räume zu erkunden. Planen Sie genug Zeit ein, um die künstlerischen Bereiche und die Kinderbibliothek zu besichtigen, sowie die Malereien an den Decken wahrzunehmen.
1942 übergaben die Erben die Villa der örtlichen NSDAP-Dienststelle (Gauschutzamt), in dieser Zeit entstand auf dem Gelände ein Bunker. 1957 ging das Gebäude in den städtischen Wohnungsbestand über. Im Inneren sind Reste von Malereien von Künstlern der sogenannten Sopot-Schule erhalten.
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