Portus Cale, Römische Stadt in Gallaecia, Portugal
Portus Cale war eine römische Hafenstadt an der Mündung des Douro, die sich über die Gebiete des heutigen Porto und Vila Nova de Gaia erstreckte. Die Siedlung war ein Zentrum des Seehandels mit Hafenanlagen, Wohnvierteln und Lagerhäusern, die die wirtschaftliche Bedeutung dieser strategischen Lage verdeutlichten.
Der römische General Decimus Junius Brutus Callaicus gründete diese Hafenstadt um 136 v. Chr. und sicherte damit die römische Kontrolle über die Region zwischen Douro und Minho. Die Stadt wuchs zu einem wichtigen Handelszentrum heran und spielte eine Schlüsselrolle in den Netzwerken der antiken Wirtschaft.
Die Siedlung vereinte keltische Wurzeln mit römischen Einflüssen, die sich in ihrer Lage an der Flussmündung widerspiegeln. Diese Vermischung prägte die lokale Identität und hinterließ Spuren in Handwerk und Handelspraktiken, die noch heute in archäologischen Funden erkennbar sind.
Archäologische Ausgrabungen an verschiedenen Stellen zeigen römische Straßen, Häuser und Gegenstände, die von der Handelstätigkeit berichten. Besucher können heute das Ausgrabungsgelände durchsuchen und die Überreste in lokalen Museen besichtigen.
Der Name Portus Cale entwickelte sich über Jahrhunderte hinweg und wurde zur Grundlage für den Namen des modernen Staates Portugal. Diese Verbindung zwischen dem antiken Hafenplatz und dem heutigen Landesnamen zeigt, wie tief die römische Gründung in der Geschichte der Region verwurzelt ist.
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