Bugio, Unbewohnte Insel im Atlantischen Ozean, Madeira, Portugal
Die Île de Bugio ist eine unbewohnte Felseninsel im Atlantik, östlich des Madeira-Archipels, und gehört zu den Desertas-Inseln. Sie besteht aus vulkanischem Gestein, ist weitgehend kahl und hat eine raue Küstenlinie mit steilen Felsen.
Die Insel spielte über Jahrhunderte eine wichtige Rolle in der Seefahrt, da Matrosen sie als Orientierungspunkt nutzten, um die gefährlichen Gewässer rund um Madeira zu navigieren. Mit der Zeit wurde auf ihr ein Leuchtturm errichtet, der Schiffen noch heute hilft, die Felsen sicher zu umfahren.
Die Insel gehört zum Naturschutzgebiet der Desertas-Inseln und ist Teil des Natura-2000-Netzwerks, was bedeutet, dass Besucher sie nur von einem Boot aus beobachten können. Das Landen ist nicht erlaubt, sodass die Natur hier in ihrem eigenen Rhythmus bleibt.
Die Insel ist nur per Boot erreichbar und wird meist im Rahmen von Ausflügen um Madeira besichtigt. Da es keinerlei Einrichtungen gibt und das Betreten nicht gestattet ist, sollten Besucher die Tour im Voraus planen und auf wechselhaftes Wetter gefasst sein.
Die Insel ist eines der wenigen Brutgebiete in der Welt für den Zino-Sturmtaucher, einen seltenen Seevogel, der fast ausschließlich auf Madeira vorkommt. Deshalb ist der Schutz der Insel nicht nur lokal, sondern von internationaler Bedeutung für die Erhaltung dieser Art.
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