Zisterzienserinnenabtei Cástris, Zisterzienserkloster in Malagueira, Portugal
Das Konvent ist eine Zisterzienserinnen-Kirche in Manuelin-Stil mit gewölbten Decken und Kacheln aus dem 18. Jahrhundert, die Szenen aus dem Leben des heiligen Bernhard zeigen. Die Wanddekorationen erstrecken sich durch mehrere Räume und prägen das Gesamtbild der Anlage.
Die Gründung erfolgte 1274 durch Urraca Ximenes als erste weibliche Zisterzienser-Gemeinschaft südlich des Tejo in Portugal. Nach etwa 600 Jahren religiöser Nutzung wurde das Kloster 1890 geschlossen und in eine Landwirtschaftsschule umgewandelt.
Der Kapitelsaal verbindet gotische Architektur mit Renaissance-Dekorationselementen, während der Kreuzgang aus dem 16. Jahrhundert seine ursprüngliche Struktur bewahrt hat. Die Räume erzählen von der täglichen Routine der Schwestern, die hier über Jahrhunderte lebten.
Der Ort liegt etwa 2 Kilometer von Portas da Lagoa entfernt an der Straße nach Arraiolos und funktioniert heute als Kulturzentrum. Regelmäßig werden Führungen angeboten, die den Besuchern einen Überblick über die Anlage ermöglichen.
Nach der Schließung 1890 beherbergte das Gebäude zunächst eine Landwirtschaftsschule und später die männliche Abteilung eines Waisenhauses. Diese ungewöhnliche Nutzungsgeschichte zeigt, wie religiöse Gebäude neue Aufgaben übernahmen.
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