Metro Moskau, Schnellbahnnetz in Moskau, Russland.
Das Moskauer Metrosystem verbindet die Innenstadt mit umliegenden Ortschaften und umfasst 297 Stationen auf über 519 Kilometern Strecke. Mehrere ringförmig verlaufende Linien ergänzen die radialen Verbindungen und erleichtern den Umstieg zwischen verschiedenen Stadtvierteln.
Die erste Strecke wurde im Mai 1935 eröffnet und verband auf elf Kilometern dreizehn Stationen zwischen Sokolniki und Park Kultury. Im Zweiten Weltkrieg dienten mehrere Stationen als Luftschutzkeller, später wurde das Netz systematisch erweitert und nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion weiter ausgebaut.
Viele Stationen zeigen monumentale Dekoration aus sowjetischer Zeit, mit Marmorsäulen, Kronleuchtern und Wandbildern, die Szenen aus Wissenschaft, Industrie und Alltag darstellen. Fahrgäste nutzen die Züge nicht nur als Verkehrsmittel, sondern auch als Verbindung zu historischen Räumen, die Teil der städtischen Identität geworden sind.
Züge verkehren zu Stoßzeiten im Abstand von etwa 80 Sekunden, und Ansagen erfolgen auf Russisch sowie oft auf Englisch. Viele Stationen verfügen über Aufzüge oder Rampen, und in den Bahnhöfen gibt es häufig kleinere Geschäfte und Imbissstände.
Die Station Park Pobedy liegt 73 Meter unter der Erde, und ihre Rolltreppen sind 126 Meter lang, sodass die Fahrt über drei Minuten dauert. Die technischen Schwierigkeiten beim Bau in dieser Tiefe verzögerten die Eröffnung bis ins Jahr 2003.
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