Kungur, Verwaltungszentrum in Perm Krai, Russland
Kungur ist eine Stadt in der Region Perm im russischen Uralvorland, wo drei Flüsse zusammenfließen: Iren, Schakwa und Sylwa. Die Straßen verlaufen auf mehreren Ebenen über sanfte Hügel, und alte Steinkirchen überragen die Dächer der Holzhäuser in den Wohnvierteln.
Die Siedlung entstand im 17. Jahrhundert als Handelsposten an der sibirischen Route und entwickelte sich zu einem wichtigen Knotenpunkt zwischen Europa und Asien. Im 18. Jahrhundert wuchs sie zu einem Zentrum der Lederverarbeitung, das Waren in viele Regionen Russlands lieferte.
Der Name der Stadt stammt von einem finnisch-ugrischen Wort ab, das eine Verbindung zu den ursprünglichen Bewohnern dieser Gegend zeigt. Heute sieht man diese Vergangenheit in den traditionellen Handwerksbetrieben, die noch immer Leder verarbeiten und lokale Märkte beliefern.
Die Stadt erreicht man per Zug oder Bus aus den größeren Städten der Region Perm, und die Straßen sind im Winter oft schneebedeckt. Der zentrale Marktplatz bietet einen guten Ausgangspunkt für Spaziergänge durch die älteren Viertel mit ihren kleinen Geschäften und Cafés.
In der nahe gelegenen Eishöhle bleibt die Temperatur das ganze Jahr über bei etwa null Grad, sodass sich dauerhafte Eisskulpturen in den Gängen bilden. Diese Höhle zieht Besucher an, die die Eisformationen auch im Sommer sehen wollen.
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