Kussa, Stadt in Russland
Kusa ist eine kleine Stadt in der Region Tschelyabinsk im südlichen Ural, die sich am rechten Ufer des Flusses Ай befindet. Die Stadt entstand ursprünglich als Eisenverhüttungszentrum mit einer Gießerei, die später für kunstvolle Gusseisenerzeugnisse bekannt wurde.
Die Stadt wurde 1778 gegründet, als Industrielle einen Eisenverhüttungsbetrieb mit Staudamm und Werkstätten an der Kusa errichteten. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zum Zentrum der kunsthandwerklichen Gusseisenproduktion und erhielt Auszeichnungen auf internationalen Ausstellungen.
Der Name Kusa stammt vom Fluss Kusa ab, dessen Name aus dem Turksprachen oder Iranischen stammt und 'Wandern' oder 'Siedlung' bedeutet. Die Stadt zeigt heute noch die Spuren ihrer industriellen Vergangenheit in den Gebäuden und Denkmälern, die an ihre Rolle als Zentrum der Kunstgussherstellung erinnern.
Die Stadt liegt an der Eisenbahnstrecke und ist mit dem Auto über die M5-Autobahn erreichbar, die durch Zlatoust führt. Besucher finden im Zentrum ein Museum im Kulturpalast, Denkmäler in verschiedenen Vierteln und die Felsformation Argus am Fluss Ai zu Fuß oder kurzer Fahrt erreichbar.
Eine verlassene Statue von Stalin wurde 2018 vom Grund eines ausgetrockneten Stausees geborgen und 2020 wiederhergestellt auf einem Privatgrundstück aufgestellt. Diese ungewöhnliche Entdeckung zeigt die komplexe Beziehung der Stadt zu ihrer sowjetischen Vergangenheit.
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