Mirny, Bergbaustadt in der Republik Sacha, Russland
Mirny ist eine Stadt in der Republik Sacha, die am Rand einer der tiefsten Tagebaugruben der Welt liegt. Wohnhäuser und öffentliche Gebäude stehen entlang breiter Straßen, die um die Grube herum angelegt wurden und einen weiten Blick über das flache sibirische Land bieten.
Geologen entdeckten hier 1955 Diamantenvorkommen, woraufhin rasch eine Siedlung entstand. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich der Ort zu einem Bergbauzentrum, das Menschen aus verschiedenen Regionen der Sowjetunion anzog und bis heute von der Förderung geprägt ist.
Das Diamantbergbaumuseum bewahrt das industrielle Erbe durch Ausstellungen von Bergbauausrüstung, geologischen Proben und technischer Dokumentation.
Die Stadt liegt abgelegen in der sibirischen Taiga, und die Temperaturen sinken im Winter regelmäßig unter minus dreißig Grad. Alle Gebäude ruhen auf Pfählen, um die Stabilität auf dem dauerhaft gefrorenen Boden zu sichern und ein Absinken zu verhindern.
Die Grube erreicht eine Tiefe von über fünfhundert Metern und einen Durchmesser von mehr als einem Kilometer. Während der Wintermonate setzten Arbeiter Sprengstoff und starke Maschinen ein, um den hart gefrorenen Boden aufzubrechen und weiterzugraben.
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