Wiljui-Stausee, Stausee in Russland
Das Vilyuy-Stausee ist ein großes künstliches Gewässer in der Sakha-Republik, das durch einen Damm an der Vilyuy gestaut wurde. Das Wasser breitet sich über ein weites Becken aus, mit flachem Ufer und Wäldern, die sich in der Ferne erstrecken, während die Staumauer aus Erde und Felsen eine gewaltige Struktur bildet.
Der Damm wurde in den 1960er Jahren gebaut und von 1964 bis 1967 errichtet, um Energie für die Diamantenminen der Region zu liefern. Das Becken füllte sich ab 1969 und erreichte sein Höchststand 1973, was ihn zu einem Meilenstein der sowjetischen Entwicklung in Sibirien machte.
Das Wasserbecken ist für die lokale Bevölkerung ein wichtiger Teil des alltäglichen Lebens, da es Wasser und Energie für Gemeinden und Industrie bereitstellt. Die Menschen nutzen das Becken zum Fischen, besonders Arten wie Hecht und Barsch, was eine traditionelle Ressource für viele Familien darstellt.
Das Gebiet ist extrem kalt, besonders im Winter, wenn die Temperaturen sehr tief sinken, was Besuche anspruchsvoll macht. Die Gegend ist nicht für den Tourismus entwickelt, daher sollten Sie mit wenigen Einrichtungen rechnen und sich auf die offenen Ausblicke auf das Wasser und die Landschaft vorbereiten.
Der Damm war eines der ersten großen Bauwerke, das auf Permafrostboden errichtet wurde, was innovative Techniken erforderte, um das Auftauen des gefrorenen Untergrunds zu verhindern. Diese Konstruktion war ein Durchbruch für die Ingenieurbautechnik in extremen Kaltklimaten und bleibt ein Beispiel für die Anpassung von Großprojekten an schwerste natürliche Bedingungen.
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