Peter-und-Paul-Festung, Militärfestung auf der Haseninsel, Sankt Petersburg, Russland
Die Peter-und-Paul-Festung ist eine militärische Befestigung auf der Haseninsel im Zentrum von Sankt Petersburg und besteht aus sechs Bastionen, die durch dicke Mauern miteinander verbunden sind. In der Mitte der Anlage erhebt sich eine Kathedrale mit einem vergoldeten Turm, der weit über die Stadt sichtbar ist.
Peter der Große gründete die Festung im Jahr 1703, um die Mündung der Newa zu schützen und damit die spätere Hauptstadt des Reiches zu sichern. Im Laufe der Jahrhunderte wandelte sich die Anlage von einer militärischen Verteidigung zu einem Gefängnis für politische Häftlinge.
Die Kathedrale im Innern der Anlage dient seit mehr als drei Jahrhunderten als Grablege der Zarenfamilien. Besucher können die Gräber russischer Herrscher sehen und erleben die Wirkung des vergoldeten Kirchturms, der über die gesamte Insel hinausragt.
Der Zugang erfolgt über die Johannesbrücke vom Festland aus, und Besucher sollten festes Schuhwerk mitbringen, da die Wege zwischen den Bastionen teilweise uneben sind. Die Anlage ist weitläufig, daher empfiehlt sich ausreichend Zeit für den Rundgang einzuplanen.
Jeden Mittag um zwölf Uhr feuert eine Kanone vom Naryschkin-Bastei einen Schuss ab, ein Brauch, der seit 1873 fortbesteht und ursprünglich Schiffen half, ihre Uhren zu stellen. Noch heute versammeln sich Einheimische und Besucher, um den Moment des Schusses zu erleben.
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