Peter-und-Paul-Kathedrale, Orthodoxe Ostkirche in Sankt Petersburg, Russland
Die Peter-und-Paul-Kathedrale ist ein ostorthodoxes Kirchengebäude im Petrogradski-Bezirk von Sankt Petersburg, das durch seine vergoldete Turmspitze weithin sichtbar ist. Der Bau aus Ziegeln zeigt die Merkmale des petrinischen Barocks und erreicht eine Höhe von 122,5 Metern (etwa 400 Fuß), was ihn zum höchsten orthodoxen Glockenturm der Welt macht.
Peter der Große ließ den Bau zwischen 1712 und 1733 errichten, um sich bewusst von den traditionellen Zwiebelkuppeln der russischen Orthodoxie abzugrenzen. Die Fertigstellung markierte einen Wendepunkt in der religiösen Architektur Russlands und führte westeuropäische Gestaltungsprinzipien in die Hauptstadt ein.
Das Heiligtum dient als Ruhestätte für fast alle russischen Kaiser und ihre Familienmitglieder, deren Sarkophage aus weißem Marmor die Seitenschiffe säumen. Besucher bewegen sich zwischen den Grabstätten hindurch und erleben dabei die dynastische Geschichte in einem Raum, der mehr Museum als aktive Kirche wirkt.
Die Anreise erfolgt am besten über die Metrostation Gorkovskaja, von der aus man in wenigen Minuten zu Fuß die Festungsinsel erreicht. Der Innenraum ist gut zugänglich, doch die Turmbesteigung erfordert eine gesonderte Eintrittskarte und eine gewisse Kondition für die vielen Stufen.
Das Glockenspiel im Turm wurde in den Niederlanden und Belgien gefertigt und spielt täglich mittags Melodien, die über die gesamte Festungsinsel hinweg zu hören sind. Jede der 51 Glocken trägt eine eigene Stimmung und ermöglicht ein Repertoire, das von Volksmusik bis zu klassischen Kompositionen reicht.
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