Russian State Naval Archive, Saint Petersburg, Bundesarchiv in Sankt Petersburg, Russland.
Das Russische Staatliche Marinearchiv ist ein Bundesarchiv in Sankt Petersburg, das Dokumente zur Geschichte der russischen Flotte aufbewahrt, darunter Schiffsunterlagen, Seekarten und Aufzeichnungen zu Hafenaktivitäten. Die Bestände reichen von den Anfängen der russischen Marine bis ins 20. Jahrhundert.
Das Archiv wurde 1724 auf Anweisung von Zar Peter I. als Archiv des Admiralitätskollegiums gegründet, um Marinedokumente zu sammeln. Im Laufe der Jahrhunderte wandelte es sich zu einer der zentralen Sammlungen russischer Seefahrtsgeschichte.
Das Archiv bewahrt die maritime Geschichte durch Seekarten und Schiffe auf, die zeigen, wie die russische Flotte über Jahrhunderte gewachsen ist. Besucher können hier nachvollziehen, welche Rolle die Marine in Russlands Entwicklung gespielt hat.
Forscher können das Archiv in der Zanevski-Straße 36 aufsuchen und sollten vorab telefonisch oder per E-Mail Kontakt aufnehmen, um den Zugang zu den gewünschten Materialien zu klären. Ein frühzeitiger Kontakt ist sinnvoll, da nicht alle Bestände ohne vorherige Anmeldung zugänglich sind.
Unter den Beständen befinden sich sogenannte Duma-Listen, die Namen und Positionen von Marineoffizieren des Russischen Kaiserreichs bis 1918 verzeichnen. Diese Art von Dokument ist anderswo kaum zu finden und gibt einen genauen Einblick in die Befehlsstruktur der kaiserlichen Flotte.
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