Kurilen, Vulkanarchipel im fernöstlichen Russland
Die Kurilen bilden eine vulkanische Inselkette im fernöstlichen Russland, die sich von der Halbinsel Kamtschatka bis zur japanischen Insel Hokkaido erstreckt. Die etwa 56 Inseln liegen zwischen dem Ochotskischen Meer und dem Pazifischen Ozean und sind Teil des Oblast Sachalin.
Die Ainu bewohnten die Inseln seit Jahrhunderten, bevor russische und japanische Siedler im 18. und 19. Jahrhundert eintrafen. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm die Sowjetunion die gesamte Kette, was bis heute zu diplomatischen Spannungen mit Japan führt.
Fischer und Militärpersonal prägen das tägliche Leben, während die russischen Dörfer ihre Vorräte überwiegend per Schiff aus Sachalin beziehen. In den Sommerlisten sieht man gelegentlich wissenschaftliche Teams, die Vulkane untersuchen, sowie Besucher, die zu den heißen Quellen wandern.
Besuchern wird empfohlen, die Sommermonate zu wählen, wenn die Wetterbedingungen milder sind und die Nebeldichte abnimmt. Der Zugang erfordert eine Sondergenehmigung der russischen Behörden, und Transport erfolgt hauptsächlich per Boot oder gelegentlichen Hubschrauberflügen.
An vielen Stränden steigt Dampf aus dem Sand, da vulkanisches Wasser direkt unter der Oberfläche fließt. Auf der Insel Iturup können Besucher im Winter Seelöwen und Robben beobachten, die sich auf eisbedeckten Felsen versammeln.
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