Sachalintunnel, Eisenbahntunnelprojekt unter der Nevelskoy-Straße, Russland
Der Sakhalin-Tunnel ist ein nicht realisiertes Eisenbahntunnelprojekt, das Sachalin-Insel unter der Nevelskoy-Straße mit dem russischen Festland verbinden sollte. Das Projekt sah einen Tunnel von etwa 10 Kilometern Länge vor, der die Insel bei Kap Lazarew mit dem Festland verbinden würde.
Das Projekt begann 1950 unter Stalins Befehl mit Bohrarbeiten unter schwierigen Bedingungen. Zwei 55 Meter tiefe Schächte wurden fertiggestellt, bevor die Arbeiten 1953 eingestellt wurden.
Das Tunnelprojekt beschäftigte 27.000 Arbeiter aus Arbeitslagern und spiegelt den sowjetischen Ansatz zur Infrastrukturentwicklung durch zentrale Planung wider.
Der Standort befindet sich unter einer Meeresstraße mit instabilem Untergrund und starker seismischer Aktivität, was Bau und Inspektion erheblich erschwerte. Die Schächte können heute nicht ohne spezielle Genehmigungen besucht werden, da das Gelände unter staatliche Kontrolle steht.
Das Projekt war eine sowjetische Initiative zur Schaffung einer durchgehenden Landverbindung nach Hokkaido, was später in Diskussionen über eine Russland-Japan-Brücke fortgeführt wurde. Diese ehrgeizige Idee spiegelt kalte Kriegsträume von großtechnischen Verbindungen wider.
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