Östlicher Bosporus, Meerenge in Wladiwostok, Russische Föderation
Die Ostbosporus-Meerenge verbindet die Amurbucht mit dem Japanischen Meer und trennt die Halbinsel Murawjow-Amurski von der Insel Russki vor der Küste von Wladiwostok in Russland. Das Fahrwasser ist schmal, aber gut tief, was es für den Schiffs- und Fährverkehr zugänglich macht.
Die Meerenge gewann im 19. Jahrhundert an strategischer Bedeutung, als Russland Wladiwostok zu seinem wichtigsten Pazifikhafen ausbaute und Kriegsschiffe hier regelmäßig ein- und ausliefen. Mit dem Bau der Transsibirischen Eisenbahn wuchs der Handelsverkehr durch das Fahrwasser weiter an.
Die Meerenge ist bei Wladiwostoks Einwohnern für Spaziergänge entlang der Ufer bekannt, von denen aus man einen klaren Blick auf Russki-Insel und die Schiffsdurchfahrten hat. Besonders an Wochenenden treffen sich Familien und Angler an den Kais, um das Treiben auf dem Wasser zu beobachten.
Die Meerenge lässt sich am besten von den Ufern der Halbinsel Murawjow-Amurski aus überblicken, wo mehrere öffentlich zugängliche Aussichtspunkte liegen. Im Winter können starke Strömungen und Eisgang die Bedingungen auf dem Wasser erschweren, daher empfiehlt sich ein Besuch in den wärmeren Monaten.
Die Meerenge trägt denselben Namen wie der Bosporus in der Türkei, was auf die russische Praxis zurückgeht, Meerengen im Fernen Osten nach berühmten europäischen Wasserstraßen zu benennen. Diese Parallele überrascht viele Besucher, wenn sie den Namen auf Karten oder Schildern vor Ort entdecken.
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