Neftegorsk, Ehemalige Erdölsiedlung in Sachalin Oblast, Russland.
Neftegorsk war eine Siedlung mit mehrgeschossigen Wohnblöcken, die dicht beieinander in der Nähe von Ölförderanlagen in Nordsachalin erbaut wurden. Die Gebäude waren typische sowjetische Mehrfamilienhäuser mit vier bis fünf Stockwerken, die eine kompakte Wohnsiedlung bildeten.
Die Siedlung wurde 1963 unter dem Namen Vostok gegründet und später in Neftegorsk umbenannt, um ein Zentrum der Ölförderung in einer der abgelegensten Regionen Russlands zu werden. Sie wuchs in den folgenden Jahrzehnten als wichtiger Industriestandort.
Die Bewohner waren in erster Linie Arbeiter in der Ölindustrie und ihre Familien, die sich an das harte Klima und die Abgeschiedenheit anpassten. Das tägliche Leben drehte sich um die Arbeit in den Förderanlagen und den Zusammenhalt in der kleinen Gemeinschaft.
Der Ort war schwer erreichbar und konnte nur über eingeschränkte Transportmittel erreicht werden. Die Infrastruktur war auf die Bedürfnisse der Ölindustrie ausgerichtet, mit Schulen, medizinischen Einrichtungen und Versorgungseinrichtungen für die Bewohner.
Ein starkes Erdbeben der Stärke 7,1 im Mai 1995 zerstörte die Siedlung völlig und führte zum Tod von etwa 2.000 Menschen. Danach blieb der Ort verlassen und wurde zu einer Ruinenlandschaft, die die Kraft der Natur eindrucksvoll zeigt.
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